Schmetterlingsgeschichten-News von Alexander Ruth - der Blog zum Buch
Schmetterlingsgeschichten sind hautnahe und lebensechte Abenteuer für Mädels und Jungs, die bereits heute wissen, dass sie mehr sind, als es ihnen ihre Eltern und Lehrer erzählen
www.schmetterlingsgeschichten.de
Als die Spieler der Fußball-Nationalmannschaft zu diesem geheimen Testspiel in die Arena in Düsseldorf einliefen, war die Welt noch in Ordnung. Das Stadion war leer, der Gegner noch nicht da. Ordentlich in weiß-schwarzem Dress tänzelten die Akrobaten zur Mittellinie, die meisten der Spieler nahmen bereits ihre Positionen ein. Es war abgemacht, dass der Gegner erst nach dem Aufmarsch das Feld betreten sollte…warum auch immer. Hier gab es Geld für - man fragte nicht nach. Als die ersten Stimmen der Zuschauer die Tribünen füllten, schauten die belederten Millionäre nicht schlecht….sie sahen niemanden!! Oder besser: da, wo die Geräusche herkamen, waren zwar kleine, bewegte bunte Punkte, aber DIE konnten ja garantiert nicht für den aufkommenden Lärm verantwortlich sein. Ein wenig unheimlich war es schon…“Wie Geister hauchte der blonde Stürmer“, auf einmal und steckte seine Mitspieler an. Schon hatte der ein oder andere ein wenig Bammel! Doch es war nicht ohne Grund: denn wie es klang!!! Immer lauter und lauter… als wenn das ganze Stadion sich mit vielen kleinen Stimmen füllte…solange…bis es geschah: wie aus dem Nichts machte es genau elf Mal „Plopp“ vor den Profis und direkt vor ihnen hatten sich…..elf Schmetterlinge materialisiert. Allesamt in blauen Fußballtrikots. Als wenn hier die Welt zusammenbrach, fiel bereits der erste Spieler in Ohnmacht…dann der nächste…und nächste…und nächste….bis kein Schwarz-Weißer mehr stand. „Buuuuuuh“, kam es von den Rängen, die mit Millionen Schmetterlingen gefüllt waren - sie wollten ein gutes Spiel sehen…das sie auch bekamen…ein perfektes Spiel: Gerade noch ließ Spielführer Johnny seinen Frust ab, „Puddingteilchen“ „Weicheier“ oder „Warmduscher“ oder „denen wünsche ich echt mal ne Mücke aufs Zimmer“, da schnappten sich die Schmetterlinge schon den Ball…und rannten auf das Tor der Nationalmannschaft zu. Und zack: Drin war das Ding. Juhuhuhu, Oleoleoele, jubelten die Schmetterlinge von den Rängen und feierten ihre Helden. Tausende Fanfaren, blaue Fähnchen, Singsang, Tröten und Trillerpfeifen. Darfo, der den Torwart spielen musste, streckte seine Brust gerade, drehte sich um und winkte der Menge begeistert zu. Huhu!!! Oleoleoele!!!!! Genau eine Minute brauchten die Schmetterlinge mit dem Ball von der Mittellinie bis zum Tor….und eine wieder bis zum Mittelpunkt…das Spiel endete mit 45:0. Welch eine Show, welch ein Sieg, die Schmetterlinge hatten jetzt elf Stars…
Kommentare
Der kleine Dennis kniete auf dem Rasen im Düsseldorfer Hofgarten und riss ein Aufkleberpäckchen nach dem anderen auf. "Hast du den?", fragte Lukas und latschte mit beiden Füßchen auf das Bild. "Ja", antwortete Düsseldorfer Dennis frustriert und fächerte alle Fußballspieler auseinander. "Hast du den auch?", wollte der Superheld-Schmetterling wissen. "Hmm..Jaaa", kam es als verzögerte Antwort. Sechs Packungen hatte er nun aufgerissen, den Müll einfach beiseite gelegt und starrte jetzt auf die doppelten Bildchen. "Was findest du eigentlich so toll an denen?", hakte Lukas nun nach. "Na, die anderen haben die doch auch...ganze Hefte voll", erklärte der Siebenjährige ernst. Mann musste doch mithalten. Sonst war er doch ein niemand!! Wusste Lukas das denn nicht? "Nur, weil die anderen etwas haben, musst du das auch?", stellte Lukas hingegen eher fest, als dass er fragte und tapste jetzt von Kopf zu Kopf auf den Bildern, leichte Dreckspuren hinterlassend. "Naja, das sind auch tolle Spieler", verteidigte sich Dennis, wusste aber, dass er eigentlich nur ein paar davon kannte. 150 Euro hatte er bis jetzt ausgegeben, sein Album war zu 2/3 voll - ansonsten hatte er nur Doppelte. Lukas überlegte kurz... "Warte einen Moment", sagte er schnell und verschwand...dann tauchte er wieder auf. Dennis lächelte als er ihn wieder sah. Die beiden waren dicke Freunde. Lukas war richtig toll: DEN hatte nicht jeder..."Mach mal die Augen zu, und dann sag mir, was die lieber ist. Deine Bildchen...", Dennis hörte sofort auf die Aufforderung und schloss die Augen..."...oder das hier!!", freute sich Lukas jetzt. Ein atemberaubendes, buntgewaltiges Stimmenmeer öffnete mit seinem Lautstärkenpegel wie ein Hebel dem Düsseldorfer Jungen prompt die Lider...und er kam aus dem Staunen nicht mehr raus. DAS waren wirkliche Stars!!!! So wollte er auch mal werden!!! Dennis wusste, dass zu jedem Ritter ein Schmetterling gehörte...und es waren sooooo viele....also gab es auch soooo viele Ritter!!!! Wow. Ja, er wollte jetzt auch ein Ritter werden, damit er auch einen Schmetterling bekam...denn mitten im Hofgarten tanzten, hüpften und sangen Hunderttausende Schmetterlinge - sie alle hatten auf den Ruf des Superheld-Schmetterlings gehört. DAS waren wirkliche Stars, denn sie waren alle in seinen Träumen, wenn er nachts die Augen schloss, und begleiteten ihn in alle fernen Länder, die er auf seinen Reisen besuchte....schnell ging er zum öffentlichen Mülleimer…und warf sein Album weg…das hier, war viiiiel besser….später, wenn er groß war, dann wollte er auch Ritter werden und die Menschheit retten…DAS war jetzt klar…
Kommentare
"Du blödes Mistding", schimpfte Darfo mit erhobenem Zeigefinger vor der Giraffe herum. "Haben deine Eltern dir nicht beigebracht, dass du antworten sollst, wenn du von fremden Leuten angesprochen wirst?"
Der Ritterbegleiter flog nervös auf und ab. Irgendwas an dem Tier war wirklich eigenartig. "Ich hätt gern ein Malzbier", sagte derweilen eine vom Zigarrenrauch rauhe Stimme im Hintergrund. Aber Darfo war noch nicht fertig: "Oder bist du von einem anderen Planeten", fragte der kleine Schmetterling das noch immer reglos verharrende Steppenlangbein... Doch er erhielt immer noch keine Antwort. Die Schlürfgeräusche im Hintergrund endeten und fanden ihren krönenden Abschluss mit einem ordentlich Rülpser. "Ich zahl dann später", polterte ein Schmetterlings-Macho dem Wirt zu.
Als Darfo sich umdrehte und zu seinem Begleiter flog, fragte er schnell: "Und? Hast du deine Limo bekommen?" "Ja klar, wir können weiter." Noch im Flug nach draußen grinste der Schmetterlings-Macho über beide Ohren. General-Ritter Jack Johnson hatte seinen Schmetterling nach Osterath geschickt, um dort einen Aufklärungsflug zu machen. Aber da er die Meerbuscher Kneipenmeile nur zu gut kannte und er auf gar keinen Fall wollte, dass Johnny eine der Lokalitäten "inspizierte" hatte er den Schmetterling des Banders Chester von Sadasch als Anstandsdame mitgegeben. Leider wusste der Ritter nicht so sehr um die mentale Beschaffenheit des kleinen Rackers aus den weiten des Weltraums... Johnny aber nur zu gut. "Na klar darf der dabei sein.", hatte Johnny noch schelmisch seinem Ritter bestätigt, wusste er nur zu gut über Darfos Naivität bescheid. So war es ein Leichtes in die Savanne nach Osterath zu fliegen und dem Schmetterlingsbubi eine aufgemalte Giraffe als lebendes Tier zu verkaufen... die perfekte Ablenkung
"Die Lebewesen in Osterath sind aber komisch.", monierte Darfo noch im Flug. Das Grinsen in Johnnys Gesicht kannte allerdings keine Grenzen: "Jaja, so sind sie, die Osterather..."
Kommentare
Darfo, Sonja und Johnny verließen mit geknickten Gesichtern und runterhängenden Flügeln die Lokalität hinter sich. Schmetterlingsmacho Johnny zerriss das Herz-As...Pokern war halt nichts für Schmetterlinge...
Kommentare
Hier finden Sie eine Auflistung der mir bekannten Stammtische, Netzwerkabende und Vorträgen für Freiberufler in Deutschland, Österreich und der Schweiz